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Karl Brodowskys Computerseite

Allgemeines

Weil wir alle hier zwangsläufig mit Rechnern zu tun haben, will ich zu dieser Thematik hier auch ein bißchen schreiben. Eigentlich gehöre ich ja auch zu denen, die beruflich entfernt etwas mit so etwas zu tun haben müßten. Aber da soll man sich nicht täuschen, der Rechner dient auch da wohl hauptsächlich dem Austausch von Mails.

 So ähnlich verhält es sich auch mit den Rechnern, die ich mir so aufgestellt habe. Ich bin übrigens sehr dagegen, armen und weniger armen Softwarefirmen Schäden durch Installation inoffizieller Kopien von deren Software zuzufügen, und ich möchte auch die Leser dieser Seiten darum bitten, sich an die entsprechenden Bestimmungen zu halten, also gegebenenfalls die teuren CDs oder Lizenzen zu kaufen und korrekt einzusetzen. Die Installation solcher illegaler Kopien ist in manchen Ländern strafbar. Andererseits will ich durch die Bezahlung offizieller Kopien auch mir selbst keinen zu großen finanziellen Schaden zufügen. Deshalb gibt es zur Zeit auf den von mir regelmäßig benutzten Rechnern kein MS-DOS kein NT kein MS-Word, kein Lotus-Notes und natürlich auch kein SCO-Unix u.s.w auf der Platte.

Es gibt heute etliche Betriebssysteme, aber die lassen sich in "Familien" einordnen:

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Miniatursysteme Echtzeitsysteme DOS MacOS OS/2 NT VMS Unix/Linux Großrechnersysteme
Hier gibt es eine ungeheure Vielfalt, die die Zusammenfassung unter einer Rubrik problematisch erscheinen läßt: PalmPilot, Mobiltelefone, Karten u.s.w. Z.B. OS9. FreeDOS, Windows 95, Windows 98, Windows ME MacOS 9 und älter OS/2 Windows NT 3.5, Windows NT 4.0, Windows 2000 (NT 5.0), Windows XP (NT 5.1) VMS GNU/Linux, MacOS X, OpenBSD, FreeBSD, NetBSD, Solaris, Aix, HP/UX AS 400, MVS, CMS Natürlich würden Insider auch diese Kategorie unbedingt aufteilen.

Natürlich gibt es unter 1, 2 und 9 jeweils eine unheimliche Vielfalt von Systemen, wobei sich teilweise eine Tendenz abzeichnet, daß diese durch spezielle Versionen von Betriebssystemen aus 8 ersetzt werden. 3, 4, 5 und 7 sind auf absehbare Zeit am Verschwinden, bis auf einige schrumpfende Nischen. Ich gehe auch davon aus, daß Systeme aus 8 in Gestalt von Linux bzw. GNU/Linux langfristig gegenüber solchen aus 6 durchsetzen werden. Aber das kann vielleicht noch ein bißchen länger dauern und man weiß nie genau, wie es kommt.

 Eigentlich könnte ich jetzt hier schreiben, warum "mein" Betriebssystem, Fenstersystem, Bildverarbeitungsprogramm, Editor u.s.w. das allerbeste ist. Aber das will ich mir sparen, denn ich will niemandem den Spaß an irgendwelcher Software verderben und es möge sich jeder seine eigene Meinung bilden. Ich glaube, daß sich Linux als Betriebssystem weiter verbreiten wird. Es wird sicher noch eine Weile dauern, aber das wird so kommen. Gleichzeitig passen sich andere Systeme im Unix/Linux-Umfeld an Linux an, z.B. Solaris oder Aix. Sie werden gängigen GNU/Linux-Installationen immer ähnlicher. Das heißt, sie übernehmen GNU-Tools, die unter Linux selbstverständlich sind und sie werden kompatibel zu Linux. SUN ersetzt schon heute CDE durch Gnome. Damit werden auch diese Unixe benutzerfreundlicher, was zum Glück für uns Benutzer ein zunehmend wichtiger Punkt für die Anbieter ist. Vielleicht wird sich Solaris noch etliche Jahre halten, weil es sich gut für sehr große Systeme eignet. Aber IBM, SGI und HP setzen schon heute auch zulasten ihres eigenen Unix hauptsächlich auf Linux. Nur als benutzerfreundliches System haben Systeme aus dem Unix/Linux-Umfeld die Chance, sich zu halten und an Boden zu gewinnen. Ich glaube, die Entwicklung bleibt spannend und es wird auch immer wieder neue Dinge und Überraschungen geben.

Insofern ist es vielleicht auch nicht so wichtig, was auf juristischem Weg bezüglich einer Firma entschieden wird, die wahrscheinlich ohnehin ihren Höhepunkt erreicht, wenn nicht überschritten hat. Wenn eine Firma die Gesetze verletzt hat, muß sie die rechtlichen Konsequenzen tragen. Wenn das nicht der Fall ist, gibt es keinen Grund, und vor allem keine Grundlage, diese Firma zu verurteilen, auch wenn man sie nicht mag. Darum sollte es in dem Gerichtsverfahren gehen. Wegen ähnlicher Fälle gab es schon in früheren Jahren Prozesse und auch Aufteilungen von Firmen. Die entscheidenden Anstöße zur Verbesserung der Lage kommen aber nicht aus dem Gerichtssaal, sondern aus der Entwicklung von Besserem.

Wer übrigens der Meinung ist, einen Rechner nur mit vorinstallierter Software zu bekommen, die er gar nicht, überhaupt nicht, benutzen will, der sollte sich vielleicht einmal ansehen, ob die Lizenz nicht eine Rückerstattung der Lizenzgebühren bei Nichtnutzung erlaubt. Ich habe diese Problematik nie erlebt, denn es ist mir in den letzten 10 Jahren gelungen, fast alle meine Rechner als reine Hardware zu kaufen. Nur ein gebrauchter Rechner enthielt eine "gebrauchte" Windows-95-Lizenz, die ich zur Zeit nicht nutze und wohl auch nie nutzen werde. Tatsächlich habe ich das, was ich nicht lizenziert habe, auch nicht inoffiziell doch noch installiert. Wer aber einen Rechner mit unerwünschtem NT (NT 4.0, Windows 2000 oder Windows "Big Brother"="eXtralarge Prother"=XP) kauft, sollte sich doch genauer die Lizenzbestimmungen ansehen. Wahrscheinlich kann man da mit ein bißchen Hartnäckigkeit etwas Geld zurückbekommen. Oder ist diese Software (NT, MS-DOS, Windows,...) wirklich umsonst zu haben?

  Zum Schreiben von Papieren, Briefen u.s.w., neben Mail auch noch ein relativ wichtiger Verwendungszweck der Rechner, benutze ich hauptsächlich TeX, wobei ich mehr und mehr von PlainTex auf LaTeX umstelle. Wenn ein bestimmtes Dateiformat gewünscht wird, kann ich auch OpenOffice verwenden, jedoch erzielt man damit nicht dieselbe Qualität wie mit TeX. Genau genommen dient das TeX bei mir nur zum Formatieren. Das eigentliche Schreiben mache ich ja mit einem Editor meiner Wahl, das ist dann GNU-Emacs. Um es gleich vorwegzunehmen, ich habe nichts gegen VI. Ich benutze den VI auch oft und ich finde es auch wichtig, damit umgehen zu können, weil man damit auf jeder noch so stalinistisch installierten Unix-Maschine arbeiten kann. Aber ich glaube nicht, daß man es sich mit dem Ding besonders leicht macht, Neueinsteigern UNIX schmackhaft zu machen. Software von der Art des VI wird niemals einen größeren Beitrag dazu leisten, daß Durchschnittsanwender von Windows auf Linux oder UNIX umstellen, obwohl der VI wirklich eine geniale Software ist und mit unheimlich wenig Ressourcenverbrauch fantastische Funktionalität bietet. Aber die Bedienung ist eben doch etwas ungewöhnlich. Für den Profi, der seine Tasten kennt, ist das natürlich kein Problem, da mag es mit den etwas kürzeren und etwas kryptischeren Tastenkürzeln des VI sogar noch schneller gehen. Die üblichen Vorurteile, daß Emacs auch nicht viel benutzerfreundlicher wäre, stammen noch aus alten Zeiten, als Emacs die tatsächlich katastrophale Version 18 hatte. Ein VI in Gestalt von nvi, vim oder elvis ist auch erheblich besser, als das, was so mit Solaris oder Aix oder sogar NT (mittels Resource-Kit) ausgeliefert wird, hat aber den einen Vorteil des VI (noch) nicht, nämlich standardmäßig auf jedem UNIX (oder gar auf jedem Rechner überhaupt) installiert zu sein.

 Abgesehen davon kenne ich noch aufgrund dienstlicher und privater Tätigkeiten außerhalb unserer Wohnung Rechner mit SunOS 4, Solaris, Aix, NeXT-Step mit X11 und auch ein bißchen NT (Windows NT/2000). Vielleicht erinnere ich mich sogar noch an DOS oder VMS, aber da bin ich mir wirklich nicht mehr so ganz sicher.

  Vor ein paar Jahren war es ja noch das große Thema, wenn man einmal ein kleines Programmchen schreiben konnte. Wenn man sich die Sache genauer ansieht, ist es doch viel aufwendiger, brauchbare und tragfähige Konzepte und Architekturen aufzustellen, bevor man sich mit Details wie GUI-Design und Datenbankmodellen und ähnlichen Dingen beschäftigt. Für deren Umsetzung kann man dann unter anderem Dinge wie Oracle, PL/SQL, C, C++, Java, JavaScript, HTML, Lisp oder Perl gebrauchen. Gerade auch Java bietet hier einige interessante Möglichkeiten. Deshalb habe ich mir auch den Spaß erlaubt, solche Prüfungen wie "Sun Certified Java Programmer" oder "Sun Certified Web Component Developer" zu machen. Insbesondere sind einige uralte und auch neuere Ideen aufgegriffen worden, die sich als sehr nützlich erweisen dürften. Vor allem das "literate programming", bei dem man aus den Quelltextdateien auch eine menschenlesbare Dokumentation extrahieren kann, ist sehr gut verwirklicht (javadoc) und man hat bei großen Projekten eine schöne WWW-Navigation durch die ganzen bereits implementierten Klassen und Methoden. SUN bietet das für die Bibliotheken der Standard-Edition und Enterprise-Edition auf der WWW-Seite an.

Fortran, Pascal und Basic habe ich im Zweifelsfall vergessen; eher erinnere ich mich noch daran, daß es einmal vor einigen Jahren doch recht verbreitet war, auch verschiedene Assemblersprachen zu lernen. Aber wenden wir uns lieber wieder ernsthafteren Dingen zu.

 Wer sich etwas länger mit solchen Dingen beschäftigt, wird feststellen, daß für nichttriviale Applikationen fast immer eine Datenbank ins Spiel kommt, heutzutage (noch oder schon?) meistens relational und SQL-basierend. Nach meiner Erfahrung heißen diese Datenbanken normalerweise Oracle, aber es kann ja auch einmal DB2 oder mySQL sein.

 Ein anderes aktuelles Thema ist XML. Die Idee ist nicht neu, gibt es doch den Vorläufer (SGML) schon seit über 20 Jahren. Aber gerade die Tatsache, daß XML so in "Mode" gekommen ist, macht an dieser Stelle den Vorteil aus, denn dadurch wird sichergestellt, daß XML als universelles Format zum Austausch und zur Speicherung von Dokumenten und Daten überhaupt zu gebrauchen ist.

  Es gibt auf jeden Fall schon heute eine sehr schöne (englischsprachige) Abhandlung, die beschreibt, was man so zur Behandlung von kyrillischen, insbesondere russischen Texten tun kann. Es geht um die Russifizierung von Latex, a2ps, X11, Netscape etc. Vielleicht geht das auch einmal in die Emacs-Umlaute-FAQ ein, wenn ich dazu einmal kommen sollte.

 Als kleine Erinnerung an eine frühere Tätigkeit in der computergestützten Algebra möchte ich hier ein paar interessante freie Softwareprodukte erwähnen. Zur Behandlung von gruppentheoretischen Fragen kann man mit dem Programm GAP eine ganze Menge anfangen. Das ist auch als Quelltext verfügbar und da stecken auch für denjenigen, der nicht Gruppentheorie macht, eine Menge interessanter Dinge drin. Wenn man nur genug Zeit hätte. Wenn es um die Dinge geht, die man früher einmal Mathematik nannte, Faktorisierung von Polynomen, Berechnung von Ableitungen und Integralen und all die anderen Dinge, die ich längst vergessen habe, dann kann man mit Mupad oder Axiom ein Programm finden, daß es ermöglicht, mit so etwas symbolisch, also exakt, zu rechnen.

 Wer das alles zu trocken findet, der wird sich vielleicht über bunte Bilder mehr freuen. Dafür kann ich das Programm GIMP empfehlen, das für gängige UNIX- und Linux-Systeme (und sogar für Windows NT/2000) verfügbar ist, und mit dem auch allfällige Bildbearbeitungen für diese WWW-Seite durchgeführt worden sind.

 Damit Ihr auch wirklich die großen Platten, die man sich heute so leisten kann, vollmachen könnt, habe ich hier noch eine Seite eingefügt, die einige von mir entdeckte oder gar benutzte ftp-Server enthält, wobei eine gewisse regionale Gewichtung wieder einmal ehemalige Wohnorte des Autors dieser Seite erkennen läßt. :-)

Links

 Ansonsten fange ich einmal an, eine kleine Sammlung von Links aufzubauen. Ich bitte um Verständnis dafür, daß die Linksammlung zum Teil Dinge von oben noch einmal wiederholt. Ich gebe zu, daß sich diese Linksammlung ein bißchen einseitig an meinen Interessen orientiert, aber wer auf meiner WWW-Seite nach Links sucht, muß sich wohl damit abgefunden haben.

GNU

GRAFIK

TeX

UNIX und Linux

X11R6

UML

Ruby

Ruby ist der "Shooting-Star" unter den Programmiersprachen. Erfunden wurde es vor Java in Japan, aber es war außerhalb von Japan kaum bekannt, weil die Dokumentation durch eine Sprachbarriere belastet war. Seit ein paar Jahren gibt es auch englischsprachige Dokumentation und es war eine Art Geheimtip, Ruby zu verwenden. Ich habe mich selbst kaum dafür interessiert, aber als meine Kinder eine Programmiersprache lernen sollten, wurde das ein Thema. Nachdem der Versuch, Java für diesen Zweck zu verwenden, in Frust endete, weil das einfach viel zu kompliziert und umständlich war, habe ich meinen Kindern ein Ruby-Buch in die Hand gedrückt, ohne daß ich es selbst gekonnt hätte und das erwies sich als wesentlich erfolgreicher. Heute wird Ruby durch "Ruby on Rails" mehr und mehr als produktive Web-Entwicklungsumgebung wahrgenommen. Die Produktivität der Entwickler ist um ein Vielfaches besser als bei dem heute so üblichen Java.

Perl

Mit den ersten drei Links kann man fast alles zum Thema Perl finden.

JAVA

Lisp

Auch wenn Lisp heute seltener für große Projekte eingesetzt zu werden scheint, ist es doch konzeptionell eine sehr interessante Sprache, mit der man viel lernen kann. Außerdem sind einige Lisp-Dialekte als Konfigurations- und Skriptsprachen für Emacs, GIMP und andere GNU-Tools von Bedeutung. Und als DSSSL zur Beschreibung der Konvertierung von XML-Dokumenten in andere Formate.

Datenbanken

Bei den Datenbanken scheint sich abzuzeichnen, daß PostgreSQL eine etwas ähnliche Rolle spielen wird, wie Linux bei den Betriebssystemen. Dies ist eine Open-Source-Datenbank. Es zeichnet sich ab, daß PostgreSQL das erfüllt, was man für anspruchsvolle Applikationen so üblicherweise von dem zugrundeliegenden Datenbanksystem erwartet. Natürlich ist mySQL viel verbreiteter und für bestimmte Zwecke, bei denen nur ein Teil der üblichen vollständigen Datenbankfunktionalität gebraucht wird, auch gut geeignet. Das ändert aber nicht an der Tatsache, daß heute und in der näheren Zukunft Oracle quasi die Standarddatenbank ist.

"Office"-Systeme

MIME, Zeichensätze, Konvertierungen, Internationalisierung u.s.w.

HTML, Browser und WWW

XML

Algorithmen


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