Auf dem Campingplatz in Weddelbrook (bei Bad Bramstedt) hatte ich mein Zelt so gestellt, daß es am nächsten Morgen im Schatten stand und der Tau nicht trocknete. Das lehrte mich bei jeder Ankunft auf einem Zeltplatz erstmal den Kompaß zu Rate zu ziehen und nach einem Platz Ausschau zu halten, der gen Osten frei ist. Besonders schön empfand ich das Teilstück kurz vor und kurz hinter dem Nord-Ostsee-Kanal bei Oldenbüttel (Schormoor und Dellstedter Moor), den ich gegen Mittag überquerte. Hier gibt es auch schöne abgelegene Bademöglichkeiten (insbesondere an der Eider; bei dem hochsommerlichen Wetter hätte ich sie wohl auch besser genutzt). In Treia habe ich die ersten beiden der vielleicht insgesamt 50 Störche auf meiner Tour gesichtet. Dort waren sie mir noch ein Foto wert.
Zum Baden hat mich auch die Treene bei Treia (3 km NW von Silberstedt) eingeladen (scheint ein Geheimtip zu sein). Schade, daß ich nicht mehr Zeit hatte. Ansonsten bot Schleswig-Holstein viel Landwirtschaft, viele Windräder und ein paar sanfte Hügel. Ich hatte mich etwas mit der Entfernung von Hamburg bis zur dänischen Grenze verschätzt. Und ich wollte am zweiten Abend in Dänemark sein. Daher und aufgrund dessen, daß der von mir angepeilte Grenzübertritt bei Bögelhuus verboten war (Umweg über Nordmark nach Rens, ca. 10km), kamen am zweiten Tag 206 km zusammen.
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